Migräne – wenn Kopfschmerzen den Alltag bestimmen

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Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen und betrifft in Österreich rund eine Million Menschen. Die Beschwerden können den Alltag stark einschränken – oft über Stunden bis Tage hinweg.

Gerade im Frühling berichten viele Betroffene über eine Zunahme der Attacken. Gründe dafür können Wetterwechsel, veränderte Lichtverhältnisse, hormonelle Schwankungen oder auch die beginnende Allergiesaison sein.

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Typische Symptome

Ein Migräneanfall zeigt sich häufig durch:

  • pulsierende, meist einseitige Kopfschmerzen
  • Licht- und Geräuschempfindlichkeit
  • Übelkeit, manchmal Erbrechen
  • verstärkte Beschwerden bei Bewegung

Die Dauer einer Attacke liegt meist zwischen 4 und 72 Stunden.
Viele Betroffene benötigen in dieser Zeit Ruhe und ziehen sich in einen abgedunkelten Raum zurück.

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Unterschiedliche Verlaufsformen

Man unterscheidet:

  • Episodische Migräne
    (bis zu 14 Tage pro Monat mit Beschwerden)
  • Chronische Migräne
    (≥ 15 Kopfschmerztage pro Monat, davon mindestens 8 Migränetage)

Zusätzlich gibt es Migräne:

  • mit Aura (z. B. Sehstörungen, Kribbeln, Sprachstörungen)
  • ohne Aura (häufigste Form)
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Warum treten Migräneattacken im Frühling häufiger auf?

Viele Betroffene reagieren empfindlich auf Veränderungen. Im Frühling kommen mehrere Faktoren zusammen:

  • Wetterwechsel und Luftdruckschwankungen
  • veränderte Tageslängen und Lichtverhältnisse
  • Allergien (z. B. Birke, Hasel) als zusätzlicher Belastungsfaktor
  • veränderter Schlafrhythmus

Diese Faktoren können als sogenannte Trigger eine Migräneattacke auslösen.

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Auslöser erkennen

Migräne entsteht meist durch ein Zusammenspiel aus Veranlagung und individuellen Auslösern.

Häufige Trigger sind:

  • Stress oder emotionale Belastung
  • Schlafmangel oder unregelmäßiger Schlaf
  • Reizüberflutung
  • bestimmte Nahrungsmittel
  • hormonelle Veränderungen
  • Wetterwechsel

Ein Migräne-Tagebuch kann helfen, persönliche Auslöser besser zu erkennen.

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Migräne bei Kindern

Auch Kinder können an Migräne leiden – oft wird sie jedoch spät erkannt.

Typisch bei Kindern:

  • häufig beidseitige Kopfschmerzen
  • zusätzlich Bauchschmerzen („abdominelle Migräne“)
  • Übelkeit, Blässe, Müdigkeit
  • Schwindel oder Geruchsempfindlichkeit

Die Symptome unterscheiden sich oft von denen bei Erwachsenen, weshalb eine gezielte Abklärung wichtig ist.

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Behandlungsmöglichkeiten

Die Therapie richtet sich nach Häufigkeit und Schwere der Attacken.

Akutbehandlung

  • Schmerzmittel (z. B. Ibuprofen, Paracetamol)
  • spezifische Migränemedikamente (Triptane)
  • Medikamente gegen Übelkeit

Ziel ist es, eine Attacke möglichst rasch zu lindern.

Vorbeugende Therapie

Bei häufigen oder sehr belastenden Attacken kann eine prophylaktische Behandlung sinnvoll sein.

Möglichkeiten sind:

  • medikamentöse Therapie
  • Botulinumtoxin bei chronischer Migräne
  • moderne Antikörpertherapien (als wöchentliche subkutane Injektion oder Infusion alle 3 Monate)

Nicht-medikamentöse Maßnahmen

Diese sind ein wichtiger Bestandteil jeder Therapie:

  • regelmäßige Bewegung (Ausdauertraining)
  • Entspannungsverfahren (z. B. Progressive Muskelentspannung, Yoga)
  • ausreichend Schlaf
  • regelmäßige Mahlzeiten und Flüssigkeitszufuhr

Auch Biofeedback oder Akupunktur können unterstützend wirken.

Ziel der Behandlung

Eine vollständige Schmerzfreiheit ist nicht immer erreichbar.
Ziel ist:

  • Reduktion der Attackenhäufigkeit
  • Abschwächung der Beschwerden
  • Verbesserung der Lebensqualität

Moderne Therapien ermöglichen heute in vielen Fällen eine deutliche Besserung.

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Unser Ansatz

Wir unterstützen Sie bei der Diagnosestellung, Triggeranalyse und individuellen Therapieplanung.

Gerade bei saisonalen Verschlechterungen – wie häufig im Frühling – kann eine gezielte Anpassung der Behandlung sinnvoll sein.

Fotos: freepik / magnific

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