Psychotherapie

PSYCHOTHERAPIE

Psychotherapie kann in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen hilfreich sein. Manchmal gibt es ein klar benennbares Problem – etwa Ängste, depressive Symptome, eine Krise oder eine belastende Erfahrung. Manchmal ist zunächst nur das Gefühl da, dass etwas nicht mehr gut funktioniert: Gedanken kreisen, Beziehungen werden schwieriger, der Körper reagiert auf Belastung oder man merkt, dass die bisherigen Strategien nicht mehr ausreichen.

Man muss nicht erst an einem bestimmten Punkt angekommen sein, um psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Entscheidend ist, ob etwas belastet, wiederkehrt oder das eigene Leben stärker bestimmt, als man es möchte.

Psychotherapie:
Mag.a Sandra Schranz
Zsuzsanna Brandstätter
Emily Ferchner
Andrea Gföller, BSc MSc
Johannes Engler
Severin Kukla

Psychosomatische Physiotherapie:
Martina Jannach

 

Psychotherapie ist eine professionelle Behandlung psychischer und psychosomatischer Beschwerden. Im geschützten therapeutischen Rahmen können Gedanken, Gefühle, Verhaltensweisen, Beziehungen und wiederkehrende Muster genauer verstanden und bearbeitet werden.

Dabei geht es nicht nur darum, über Probleme zu sprechen. Psychotherapie kann helfen, Zusammenhänge zu erkennen, neue Perspektiven zu entwickeln und andere Möglichkeiten im Umgang mit belastenden Situationen zu erarbeiten.

Je nach therapeutischer Methode, Anliegen und Persönlichkeit kann dieser Prozess sehr unterschiedlich aussehen.

Psychotherapeutische Begleitung kann unter anderem sinnvoll sein bei:

  • Depression, Antriebslosigkeit oder wiederkehrenden Stimmungstiefs
  • Ängsten, Panikattacken und anhaltender innerer Anspannung
  • Stress, Überforderung und Erschöpfung
  • Schlafstörungen
  • psychosomatischen Beschwerden
  • chronischen Schmerzen und anderen länger bestehenden körperlichen Erkrankungen
  • belastenden Lebensereignissen, Verlust oder Trennung
  • Schwierigkeiten in Beziehungen oder wiederkehrenden Konflikten
  • Problemen mit Selbstwert, Selbstbild oder persönlichen Grenzen
  • Lebensphasen, in denen Orientierung oder Veränderung notwendig wird

Nicht immer lässt sich zu Beginn bereits eindeutig sagen, woher eine Belastung kommt. Auch das gemeinsame Verstehen und Einordnen kann Teil der Psychotherapie sein.

Psychotherapie orientiert sich an der individuellen Situation des Menschen. Manche Patient:innen suchen Unterstützung für eine klar begrenzte Krise, andere möchten länger bestehende Muster verstehen und verändern. Wieder andere benötigen psychotherapeutische Begleitung im Rahmen einer psychischen oder körperlichen Erkrankung.

Ziel ist nicht, einem vorgegebenen Ideal zu entsprechen. Es geht darum, Beschwerden zu lindern, Zusammenhänge besser zu verstehen und mehr Möglichkeiten zu entwickeln, mit sich selbst, anderen Menschen und schwierigen Situationen umzugehen.

Psychische und körperliche Prozesse lassen sich nicht immer voneinander trennen. Anhaltender Stress und innere Anspannung können beispielsweise Schlaf, Muskelspannung, Verdauung oder Schmerzempfinden beeinflussen. Umgekehrt können chronische Schmerzen, neurologische Erkrankungen oder andere körperliche Beschwerden die Psyche erheblich belasten.

Psychotherapie kann deshalb auch dann sinnvoll sein, wenn körperliche Symptome im Vordergrund stehen. Dabei bedeutet eine psychosomatische Betrachtung ausdrücklich nicht, dass Beschwerden „nur psychisch“ oder eingebildet sind.

Eine wichtige Ergänzung kann dabei auch die psychosomatische Physiotherapie sein. Sie setzt unmittelbar an den körperlichen Auswirkungen von Stress, Angst und länger bestehender Anspannung an. Über gezielte Körperwahrnehmung, Atemarbeit, Bewegung sowie Entspannungs- und Regulationstechniken können Patient lernen, körperliche Stressreaktionen früher wahrzunehmen und aktiv zu beeinflussen.

Besonders bei chronischen Schmerzen, funktionellen Beschwerden, ausgeprägter Muskelanspannung oder körperlichen Symptomen im Zusammenhang mit Angst und Stress kann die Verbindung von Psychotherapie und psychosomatischer Physiotherapiehilfreich sein: Was in der Psychotherapie verstanden und bearbeitet wird, kann auf körperlicher Ebene wahrgenommen und reguliert werden – und umgekehrt.

Für Psychotherapie kann bei der zuständigen Sozialversicherung ein Kostenzuschuss beantragt werden. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach dem jeweiligen Versicherungsträger und den geltenden Voraussetzungen; ein Teil der Therapiekosten wird damit rückerstattet.

Bei Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision ist derzeit keine Kostenübernahme durch die Sozialversicherung vorgesehen. Dafür werden die Therapieeinheiten zu einem entsprechend niedrigeren Honorar angeboten.

So bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, psychotherapeutische Begleitung auch unter Berücksichtigung der individuellen finanziellen Situation in Anspruch zu nehmen.

Psychotherapie kann als eigenständige Behandlung stattfinden. Wenn es für die jeweilige Situation sinnvoll und von dem/der Patient:in gewünscht ist, besteht bei uns zusätzlich die Möglichkeit zur fachübergreifenden Zusammenarbeit.

So können beispielsweise psychiatrische Behandlung und Psychotherapie aufeinander abgestimmt oder bei chronischen Schmerzen körperliche, schmerzmedizinische und psychotherapeutische Aspekte gemeinsam berücksichtigt werden.

Die Behandlung soll dabei immer so umfangreich sein wie notwendig – und so individuell wie möglich.

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