PSYCHOLOGISCHE DIAGNOSTIK
… verstehen, was hinter Beschwerden steckt
Manchmal bestehen Beschwerden oder Schwierigkeiten schon länger, ohne dass klar ist, wie sie einzuordnen sind. Konzentrationsprobleme, Leistungsschwankungen, Erschöpfung, emotionale Belastung oder Veränderungen im Verhalten können sehr unterschiedliche Ursachen haben – und nicht immer lässt sich allein im Gespräch eindeutig feststellen, was dahintersteht.
Die psychologische Diagnostik ergänzt die klinische Einschätzung durch strukturierte Gespräche und wissenschaftlich entwickelte Testverfahren. Sie hilft dabei, Fähigkeiten, Belastungen und psychische Funktionen differenziert zu erfassen und eine fundierte Grundlage für weitere Entscheidungen zu schaffen.
Psychologsiche Diagnostik:
Johannes Engler
Typische Fragestellungen
Eine psychologische Diagnostik kann unter anderem sinnvoll sein bei:
- Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblemen
- Verdacht auf ADHS
- Fragen zu Gedächtnis und kognitiver Leistungsfähigkeit
- Leistungsabfall oder ungewöhnlichen Leistungsschwankungen
- emotionalen oder psychischen Beschwerden, die genauer eingeordnet werden sollen
- Fragen zur Persönlichkeit und zu wiederkehrenden Verhaltens- oder Beziehungsmustern
- Abklärung im Rahmen psychiatrischer oder neurologischer Erkrankungen
- Beurteilung bestimmter Fähigkeiten im Rahmen von Gutachten oder Fragestellungen zur Fahreignung
Welche Untersuchungen tatsächlich notwendig sind, hängt immer von der konkreten Fragestellung ab.
Was passiert bei einer psychologischen Diagnostik?
Am Beginn steht die genaue Klärung der Fragestellung. Nicht jede Person benötigt dieselben Tests – eine gute Diagnostik bedeutet gerade, gezielt jene Bereiche zu untersuchen, die für die individuelle Situation relevant sind.
Je nach Fragestellung können beispielsweise untersucht werden:
- Aufmerksamkeit und Konzentration
- Gedächtnis und Merkfähigkeit
- Verarbeitungsgeschwindigkeit
- Planung und andere exekutive Funktionen
- allgemeine kognitive Leistungsfähigkeit
- emotionale Belastung und psychische Symptome
- Persönlichkeitsmerkmale
Dabei kommen standardisierte psychologische Testverfahren, Fragebögen und klinisch-psychologische Gespräche zum Einsatz.
Mehr als ein Testergebnis
Psychologische Diagnostik bedeutet nicht, einen Menschen auf einen Testwert oder eine Diagnose zu reduzieren.
Testergebnisse müssen immer im Zusammenhang mit der persönlichen Geschichte, der aktuellen Lebenssituation und möglichen körperlichen oder psychischen Erkrankungen interpretiert werden. Auch Schlafmangel, Stress, Depression, Angst, Medikamente oder körperliche Erkrankungen können beispielsweise Konzentration und Leistungsfähigkeit erheblich beeinflussen.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie jemand bei einem Test abschneidet, sondern warum ein bestimmtes Ergebnis zustande gekommen sein könnte und welche Bedeutung es im Alltag hat.
Unser Ansatz
Diagnostik als Grundlage für die nächsten Schritte
Eine gute Diagnostik soll nicht bei einer Diagnose oder einem Befund enden. Sie soll dabei helfen, eine Situation verständlicher zu machen und daraus konkrete nächste Schritte abzuleiten.
Das kann beispielsweise bedeuten:
- eine vermutete Diagnose zu bestätigen oder unwahrscheinlicher zu machen
- unterschiedliche mögliche Ursachen voneinander abzugrenzen
- individuelle Stärken und Schwierigkeiten sichtbar zu machen
- eine psychiatrische, neurologische oder psychotherapeutische Behandlung gezielter zu planen
- den Bedarf an weiteren Untersuchungen einzuschätzen
Die Ergebnisse werden verständlich besprochen und in den medizinischen oder therapeutischen Gesamtzusammenhang eingeordnet.
Kostenübernahme
Die psychologische Diagnostik ist zunächst direkt in der Ordination zu bezahlen. Die Honorarnote kann anschließend bei der zuständigen Sozialversicherung zur Rückerstattung eingereicht werden. Die Höhe der Rückerstattung ist je nach Versicherungsträger und Untersuchung unterschiedlich.
Bei entsprechender privater Zusatzversicherung können die verbleibenden Kosten – abhängig vom jeweiligen Versicherungsvertrag – zusätzlich übernommen werden.
Ein Vorteil unseres Angebots ist die rasche Verfügbarkeit von Terminen: Wir bemühen uns, psychologische Diagnostik zeitnah anzubieten, damit notwendige Abklärungen und weitere Behandlungsschritte nicht durch lange Wartezeiten verzögert werden.
Psychologische Diagnostik im OZ16
Gerade bei komplexeren Fragestellungen ist die Verbindung verschiedener Fachrichtungen hilfreich. Psychologische Testergebnisse können beispielsweise gemeinsam mit psychiatrischen oder neurologischen Befunden betrachtet und – wenn sinnvoll – in die weitere Behandlung einbezogen werden.
So wird aus einzelnen Testergebnissen ein möglichst umfassendes Bild der individuellen Situation.
Schulangst – wenn der Schulalltag zur Belastung wird
Nach den ersten Wochen im neuen Schuljahr zeigt sich oft klarer, wie es Kindern und Jugendlichen wirklich geht. Während manche
Zurück in den Alltag – wenn Struktur wieder schwerfällt
Die zweite Augusthälfte ist für viele eine Übergangszeit: Der Urlaub geht zu Ende, der Alltag rückt näher – und nicht
Sport bei Sommerhitze – was der Körper braucht
Bewegung ist gesund – auch im Sommer. Gleichzeitig stellt Hitze den Körper vor zusätzliche Herausforderungen. Viele bemerken, dass gewohnte Belastungen
UNSER Angebot
für
Patient:innen
Unsere Betreuung orientiert sich an den unterschiedlichen Lebensphasen und Herausforderungen, mit denen Menschen zu uns kommen. Dabei haben wir vier zentrale Bereiche definiert, in denen wir unsere medizinischen und therapeutischen Angebote bündeln.