Grundangebote
Überlastung, Erschöpfung & Burnout
Wenn Anforderungen dauerhaft zu viel werden
Anhaltende Überlastung gehört zu den häufigsten Gründen, warum Menschen psychiatrische Unterstützung suchen. Berufliche Anforderungen, private Verpflichtungen, gesundheitliche Probleme oder eine lange Phase hoher Anpassungsleistung können dazu führen, dass Energie, Belastbarkeit und emotionale Stabilität zunehmend verloren gehen.
Viele Betroffene funktionieren lange weiter – oft bis es nicht mehr geht.
Wenn Erschöpfung nicht mehr weggeht
Typische Anzeichen von Überlastung oder Burnout sind unter anderem:
- anhaltende körperliche und mentale Erschöpfung
- reduzierte Leistungsfähigkeit und Konzentration
- emotionale Abstumpfung oder Reizbarkeit
- Schlafstörungen
- innere Unruhe oder Anspannung
- das Gefühl, den Anforderungen nicht mehr gerecht zu werden
- zunehmende Distanz zur Arbeit oder zu wichtigen Lebensbereichen
Nicht selten kommen körperliche Beschwerden hinzu, etwa Schmerzen, Magen-Darm-Probleme oder häufige Infekte.
Burnout ist kein Zeichen von Schwäche
Überlastung und Burnout entstehen meist nicht durch „zu wenig Belastbarkeit“, sondern durch ein Missverhältnis zwischen Anforderungen, Ressourcen und Erholungsmöglichkeiten – oft über einen langen Zeitraum.
Häufige Einflussfaktoren sind:
- hohe berufliche Verantwortung oder Dauerstress
- fehlende Abgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben
- langanhaltende private Belastungen
- chronische Erkrankungen
- perfektionistische oder stark leistungsorientierte innere Muster
Psychiatrische Abklärung und Einordnung
In der psychiatrischen Abklärung geht es darum,
- die aktuelle Belastungssituation zu verstehen
- Überlastung und Burnout von anderen psychischen Erkrankungen abzugrenzen
- vorhandene Symptome einzuordnen
- Risiken frühzeitig zu erkennen
Diese Einordnung ist wichtig, um die passenden nächsten Schritte festzulegen – medizinisch, therapeutisch und organisatorisch.
Behandlung und Begleitung
Die psychiatrische Begleitung bei Überlastung und Burnout ist individuell und orientiert sich an der jeweiligen Situation. Sie kann umfassen:
- strukturierende Gespräche
- medikamentöse Unterstützung bei Bedarf
- Behandlung von Schlafstörungen oder ausgeprägter innerer Unruhe
- Begleitung bei notwendigen Pausen oder Krankenständen
- Orientierung im weiteren Vorgehen, zB Rehabilitationsbehandlung in spezialisierten Zentren
Längere Krankenstände und Orientierung im Sozialsystem
Bei ausgeprägter Überlastung oder Burnout sind längere Krankenstände keine Seltenheit. In dieser Phase fühlen sich viele Betroffene nicht nur psychisch und körperlich erschöpft, sondern auch durch formale Anforderungen überfordert.
Der Kontakt mit:
- Arbeitgeber:innen
- Versicherungen
- dem AMS
- oder anderen Stellen im Sozialsystem
ist im Zustand schwerer Erschöpfung oft kaum zu bewältigen. Gleichzeitig entstehen häufig Schuldgefühle, Scham oder Angst, anderen zur Last zu fallen oder nicht zu genügen.
Unterstützung über die medizinische Behandlung hinaus
Im Rahmen der psychiatrischen Begleitung unterstützen wir Patient:innen dabei,
- notwendige Schritte realistisch einzuordnen
- Entscheidungen nicht unter Druck treffen zu müssen
- den eigenen Zustand gegenüber Dritten verständlich zu kommunizieren
- mit Schuld- und Schamgefühlen konstruktiv umzugehen
Dabei geht es nicht darum, Probleme „abzunehmen“, sondern zu entlasten, zu strukturieren und Orientierung zu geben, solange die eigene Belastbarkeit eingeschränkt ist.
Entlastung ist Teil der Behandlung
Zeitweise Entlastung durch einen Krankenstand ist kein Versagen, sondern kann ein notwendiger Bestandteil der Stabilisierung und Genesung sein.
Psychiatrische Begleitung bedeutet in diesem Zusammenhang auch, den Rahmen zu schaffen, in dem Erholung überhaupt möglich wird.
Zusammenarbeit im Team
Überlastung betrifft häufig mehrere Ebenen gleichzeitig – psychisch, körperlich und sozial.
Daher erfolgt die psychiatrische Begleitung bei uns bei Bedarf in enger Abstimmung mit:
- Psychotherapie
- Physiotherapie, insbesondere bei körperlicher Anspannung oder Erschöpfung
- Ernährungsberatung, wenn Energie- und Essverhalten betroffen sind
Unser Ansatz
Unser Ziel ist es, Menschen in Überlastungssituationen ernst zu nehmen, ihre Situation realistisch einzuordnen und sie auf einem tragfähigen Weg zurück zu mehr Stabilität zu begleiten.
Nicht alles muss sofort gelöst werden – aber vieles kann sortiert, entlastet und Schritt für Schritt verändert werden.
Angst und Innere Anspannung
Psychiatrische Abklärung und Behandlung
Angst gehört zum menschlichen Erleben. Wird sie jedoch dauerhaft, übermäßig stark oder beginnt, den Alltag einzuengen, kann sie zu einer erheblichen Belastung werden. Viele Betroffene berichten dabei weniger von klaren Angstgedanken, sondern vor allem von anhaltender innerer Anspannung, körperlicher Unruhe oder dem Gefühl, nie richtig zur Ruhe zu kommen.
Angst kann sich schleichend entwickeln oder plötzlich auftreten – und sie zeigt sich oft sehr unterschiedlich.
Wie sich Angst äußern kann
Angstzustände können sich unter anderem zeigen als:
- dauerhafte innere Anspannung oder Nervosität
- Panikattacken mit Herzrasen, Atemnot oder Schwindel
- situationsbezogene Ängste (z. B. in sozialen Situationen oder bei bestimmten Anforderungen)
- ausgeprägtes Sorgen und Grübeln
- körperliche Symptome wie Brustdruck, Zittern, Magen-Darm-Beschwerden oder Muskelverspannungen
- Vermeidungsverhalten und zunehmende Einschränkung des Alltags
Wenn Angst sich körperlich zeigt
Nicht selten stehen körperliche Beschwerden so im Vordergrund, dass Angst zunächst nicht als Ursache erkannt wird. Viele Betroffene haben bereits zahlreiche medizinische Abklärungen hinter sich, ohne dass sich eine klare organische Erklärung findet.
Häufige körperliche Ausdrucksformen sind:
- Magenbeschwerden, Übelkeit, Druck- oder Völlegefühl
- reizdarmähnliche Symptome
- Kopf- oder Spannungskopfschmerzen
- Nacken-, Schulter- oder Kieferverspannungen
- Herzklopfen oder Engegefühl in der Brust
- Atemprobleme oder das Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können
- Schlafstörungen
- rasche Erschöpfung oder innere Unruhe
Diese Beschwerden können Ausdruck eines dauerhaft aktivierten Stress- und Alarmsystems sein. Anhaltende Sorgen, Überforderung oder innere Anspannung halten das Nervensystem in ständiger Aktivierung – auch ohne bewusst erlebte Angst.
Psychiatrische Abklärung und Einordnung
In der psychiatrischen Abklärung geht es darum,
- Beschwerden im Zusammenhang von Körper und Psyche zu verstehen
- Art und Ausmaß der Angst einzuordnen
- Angstzustände von anderen psychischen oder körperlichen Erkrankungen abzugrenzen
- belastende Faktoren und Begleiterkrankungen zu erfassen
- gemeinsam passende Unterstützung zu planen
Eine klare diagnostische Einordnung schafft Orientierung und bildet die Grundlage für eine gezielte Behandlung.
Behandlung - individuell abgestimmt
Die Behandlung richtet sich nach Symptomatik, Belastung und Lebenssituation. Je nach Bedarf kommen zum Einsatz:
- strukturierende und entlastende Gespräche
- medikamentöse Unterstützung
- psychotherapeutische Begleitung
- oder eine Kombination dieser Ansätze
Ziel ist nicht das Unterdrücken von Angst, sondern eine nachhaltige Stabilisierung und bessere Selbstregulation.
Der Körper als Teil der Behandlung
Angst ist immer auch eine körperliche Reaktion. Viele Betroffene erleben ihren Körper als angespannt oder ständig „im Alarm“.
Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung ist daher die körperorientierte Therapie. In Zusammenarbeit mit der Physiotherapie unterstützen wir dabei,
- über Atemarbeit innere Ruhe zu fördern
- Anspannung wahrzunehmen und zu regulieren
- körperliche Stressreaktionen zu reduzieren
- Vertrauen in die eigene körperliche Regulation zurückzugewinnen
So entsteht eine ganzheitliche Behandlung, die Angst nicht nur gedanklich, sondern auch körperlich adressiert.
Unser Ansatz
Wir nehmen Angst ernst, ohne sie zu dramatisieren. Ziel ist es, Zusammenhänge verständlich zu machen und einen tragfähigen Umgang zu entwickeln.
Nicht alles muss sofort verschwinden – aber vieles kann erklärbar, regulierbar und wieder handhabbar werden.
Depressionen - akute, wiederkehrende und chronische Verläufe
Psychiatrische Abklärung und Begleitung
Depressive Erkrankungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen überhaupt. Sie können einmalig auftreten, sich in wiederkehrenden Episoden zeigen oder einen chronischen Verlauf nehmen. Manche Depressionen entwickeln sich schleichend, andere treten plötzlich und unerwartet auf.
Unabhängig vom Verlauf gilt: Depression ist behandelbar – und niemand muss mit seinen Symptomen allein bleiben.
Wie sich Depression äußern kann
Depressionen zeigen sich sehr unterschiedlich. Häufige Symptome sind unter anderem:
- anhaltende Niedergeschlagenheit oder innere Leere
- Interessenverlust und fehlende Freude
- Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder rasche Überforderung
- Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten
- Schlafstörungen
- veränderter Appetit oder Gewichtsveränderungen
- innere Unruhe oder Verlangsamung
- Schuldgefühle, Selbstzweifel oder Hoffnungslosigkeit
- körperliche Beschwerden wie Schmerzen, Druckgefühle oder Magen-Darm-Probleme
Schweregrad – individuell und nicht vergleichbar
Der Schweregrad einer Depression lässt sich nicht objektiv an einzelnen Symptomen festmachen. Was für eine Person bereits massiv einschränkend ist, kann für eine andere noch „irgendwie auszuhalten“ sein.
Jeder Mensch hat eine unterschiedliche Grenze dessen, was an Belastung tragbar ist.
Wichtig ist:
- Leiden muss nicht erst „schlimm genug“ sein
- es gibt kein richtiges oder falsches Maß an Hilfebedarf
- niemand muss „durchhalten“, um ernst genommen zu werden
Psychiatrische Abklärung und Einordnung
In der psychiatrischen Abklärung geht es darum,
- depressive Symptome im Zusammenhang des gesamten Lebensumfelds zu verstehen
- akute, episodische und chronische Verläufe zu unterscheiden
- Begleiterkrankungen (z. B. Angst, Erschöpfung, ADHS, körperliche Erkrankungen) zu erkennen
- den individuellen Schweregrad realistisch einzuschätzen
- gemeinsam zu klären, welche Unterstützung sinnvoll ist
Diese Einordnung bildet die Grundlage für eine Behandlung, die zur Person passt – nicht umgekehrt.
Behandlung - kein Muss, sondern ein Angebot
Es gibt nicht die eine richtige Behandlung für Depressionen. Therapieentscheidungen sind immer individuell.
Psychiatrische Behandlung kann umfassen:
- strukturierende und entlastende Gespräche
- psychotherapeutische Begleitung
- medikamentöse Unterstützung
- oder eine Kombination dieser Ansätze
Niemand muss Medikamente einnehmen. Gleichzeitig können Antidepressiva für viele Menschen eine wichtige Entlastung darstellen – nicht als „Lösung der Ursachen“, sondern als Unterstützung, um:
- wieder mehr Energie zu haben
- emotionalen Druck zu reduzieren
- Stabilität zu gewinnen
- und psychotherapeutische Arbeit überhaupt möglich zu machen
Medikamente können helfen, den Boden zu stabilisieren, auf dem Veränderung stattfinden kann.
Akute, wiederkehrende und chronische Depression
- Akute Depressionen erfordern oft rasche Stabilisierung und klare Entlastung.
- Wiederkehrende Episoden machen eine vorausschauende, langfristigere Begleitung sinnvoll.
- Chronische Depressionen benötigen häufig ein besonders geduldiges, angepasstes Vorgehen, bei dem kleine Veränderungen große Bedeutung haben.
In allen Fällen gilt: Der Verlauf ist individuell, und Therapie darf sich im Laufe der Zeit verändern.
Unser Ansatz
Wir nehmen depressive Symptome ernst – unabhängig von Dauer, Intensität oder äußerer Funktionsfähigkeit.
Ziel ist es, gemeinsam einen Weg zu finden, der entlastet, stabilisiert und Perspektiven eröffnet.
Niemand muss leiden, um Hilfe zu verdienen.
Und niemand muss alles allein tragen.
Psychotische und bipolare Erkrankungen
Psychiatrische Abklärung, Behandlung und langfristige Begleitung
Psychotische und bipolare Erkrankungen werden häufig als „schwere psychische Erkrankungen“ bezeichnet. Gemeint ist damit nicht, dass Betroffene dauerhaft schwer beeinträchtigt sein müssen, sondern dass diese Erkrankungen in der Regel eine medizinisch-psychiatrische Behandlung erfordern – meist zumindest vorübergehend auch mit Medikamenten.
Die gute Nachricht ist: Diese Erkrankungen sind heute gut behandelbar, insbesondere wenn sie frühzeitig erkannt und begleitet werden.
Psychotische Erkrankungen – Symptome und Auftreten
Psychosen sind Zustände, in denen sich Wahrnehmung, Denken oder Realitätsbezug verändern. Die Symptome können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und sich schleichend oder plötzlich entwickeln.
Häufige Anzeichen sind:
- veränderte Wahrnehmungen (z. B. Stimmenhören, ungewöhnliche Sinneseindrücke)
- ausgeprägtes Misstrauen oder Verfolgungsideen
- feste Überzeugungen, die von anderen nicht geteilt werden
- Denkstörungen oder gedankliche Zerrissenheit
- sozialer Rückzug, Leistungsabfall
- emotionale Verflachung oder starke innere Unruhe
Bipolare Erkrankungen – Schwankungen von Stimmung und Energie
Bipolare Erkrankungen sind durch wiederkehrende Phasen unterschiedlicher Stimmungslagen gekennzeichnet. Diese reichen von depressiven Episoden bis zu manischen oder hypomanen Phasen.
Typische Symptome manischer oder hypomaner Phasen sind:
- ungewöhnlich gehobene oder gereizte und möglicherweise aggressive Stimmung
- stark gesteigerter Antrieb und Aktivität
- vermindertes Schlafbedürfnis
- Ideenreichtum, Rededrang
- überschätztes Selbstvertrauen
- impulsive Entscheidungen oder riskantes Verhalten
Depressive Phasen ähneln in ihren Symptomen einer Depression mit Niedergeschlagenheit, Erschöpfung und Interessenverlust.
Der Altersgipfel des erstmaligen Auftretens liegt auch hier häufig im jungen Erwachsenenalter, manchmal auch etwas später.
Überlappende Symptome – keine „schwerere“ Erkrankung
Psychotische und bipolare Symptome lassen sich nicht immer klar voneinander trennen. Es kann vorkommen, dass:
- psychotische und manische Symptome gleichzeitig auftreten
- depressive und psychotische Symptome kombiniert sind
- sich unterschiedliche Symptomtypen rasch abwechseln
Das bedeutet nicht, dass jemand „noch schwerer krank“ ist. Vielmehr zeigt es, dass psychische Erkrankungen komplex sein können und sich nicht immer in starre Kategorien einordnen lassen. Entscheidend ist, die Behandlung entsprechend anzupassen – nicht das Etikett, sondern das aktuelle Beschwerdebild steht im Vordergrund.
Typische zeitliche Verläufe
Sowohl psychotische als auch bipolare Erkrankungen verlaufen individuell sehr unterschiedlich:
- manche Menschen erleben einzelne Episoden mit vollständiger Erholung
- andere haben wiederkehrende Phasen mit stabilen Zwischenzeiten
- bei einem Teil der Betroffenen ist eine längerfristige Behandlung notwendig
Psychiatrische Abklärung und Einordnung
In der psychiatrischen Abklärung geht es darum,
- Symptome sorgfältig einzuordnen
- überlappende oder wechselnde Beschwerdebilder zu erkennen
- psychotische, affektive und andere Erkrankungen voneinander abzugrenzen
- mögliche Auslöser (z. B. Substanzkonsum, Belastungen) zu berücksichtigen
- den individuellen Verlauf und Unterstützungsbedarf einzuschätzen
Medikamentöse Behandlung
Bei den meisten Menschen mit psychotischen oder bipolaren Erkrankungen ist eine medikamentöse Behandlung zumindest zeitweise notwendig. Sie dient dazu,
- akute Symptome zu lindern
- Rückfälle zu verhindern
- Stabilität und Alltagstauglichkeit zu fördern
Die Auswahl der Medikamente ist oft komplex und berücksichtigt:
- Wirksamkeit und Nebenwirkungen
- körperliche Verträglichkeit
- Lebenssituation und individuelle Bedürfnisse
- die Haltung und bisherigen Erfahrungen der Patient:innen
Viele Betroffene stehen Medikamenten ambivalent gegenüber. Deshalb legen wir großen Wert auf Aufklärung, Transparenz und gemeinsame Entscheidungsfindung.
Angehörige – eine oft mitbetroffene Gruppe
Psychotische und bipolare Erkrankungen betreffen nicht nur die erkrankte Person, sondern auch das Umfeld. Angehörige erleben häufig:
- starke Verunsicherung
- Hilflosigkeit im Umgang mit Veränderungen
- Angst um die betroffene Person
- Überforderung durch unvorhersehbares Verhalten
Eine zusätzliche Herausforderung ist, dass während einer akuten Episode fehlende Krankheitseinsicht selbst Teil der Erkrankung sein kann. Betroffene sehen dann oft keinen Behandlungsbedarf, während Angehörige dringend Hilfe wünschen. Diese Diskrepanz macht den Umgang mit der Erkrankung besonders belastend und komplex.
Im Rahmen der Behandlung berücksichtigen wir diese Dynamiken und unterstützen – wenn gewünscht – auch Angehörige dabei, Symptome besser einzuordnen und handlungsfähig zu bleiben.
Weitere therapeutische Bausteine
Neben der medikamentösen Behandlung spielen weitere Maßnahmen eine wichtige Rolle, unter anderem:
- psychoedukative Gespräche
- psychotherapeutische Begleitung
- Unterstützung bei Alltagsstruktur und Belastungssteuerung
- Einbeziehung von Angehörigen
- Beratung zu Schlaf, Stress, Substanzkonsum und Lebensstil
Unser Ansatz
Wir verstehen psychotische und bipolare Erkrankungen als medizinische Erkrankungen, die eine fachlich fundierte, respektvolle und langfristig angelegte Begleitung erfordern.
Unser Ziel ist es,
- Symptome frühzeitig zu behandeln
- Rückfälle zu reduzieren
- Stabilität zu fördern
- und gemeinsam mit Patient:innen und – wenn sinnvoll – Angehörigen tragfähige Perspektiven zu entwickeln
Substanzbezogene Probleme
Einordnung, Behandlung und Weitervermittlung
Der problematische Umgang mit Substanzen ist weit verbreitet und entwickelt sich häufig schleichend. Was zunächst als gelegentlicher oder sogenannter „recreational“ Konsum beginnt – etwa von Alkohol, Cannabis oder Kokain – kann mit der Zeit schwer kontrollierbar werden und sich negativ auf psychische Stabilität, Leistungsfähigkeit, Beziehungen und Gesundheit auswirken.
Viele Patient:innen sprechen ihren Konsum nicht oder erst sehr spät an – aus Scham, aus Angst vor Bewertung oder weil der problematische Charakter lange nicht erkannt wird. Dieses Spannungsfeld ist uns bewusst. Unsere Begleitung erfolgt daher wertungsfrei, respektvoll und vertraulich.
Ziel ist es, negative Auswirkungen des Substanzkonsums zu erkennen, psychische Stabilität zu fördern und gemeinsam tragfähige Wege im Umgang mit oder Ausstieg aus dem Konsum zu entwickeln.
Wir führen keine Substitutionsbehandlung bei Opiatabhängigkeit durch. In solchen Fällen unterstützen wir jedoch bei der Weitervermittlung an geeignete spezialisierte Einrichtungen und bleiben – wenn gewünscht – in der psychiatrischen Begleitung eingebunden.
Unser Ansatz ist nicht wertend, sondern realistisch und unterstützend. Substanzbezogene Probleme werden als Teil eines komplexen Zusammenspiels aus Belastungen, Gewohnheiten und psychischer Vulnerabilität verstanden.
Spezialisierungen & besondere Settings
ADHS - Abklärung und Begleitung im Erwachsenenalter
Wenn Aufmerksamkeit, Struktur und Regulation dauerhaft herausfordern
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) besteht nicht nur im Kindesalter. Viele Menschen erleben ADHS auch im Jugend- und Erwachsenenalter – oft lange unerkannt. Häufig wird nicht die ADHS selbst zum Anlass einer Abklärung, sondern sekundäre Symptome wie Angst, depressive Verstimmung, Erschöpfung oder berufliche Überforderung.
Nicht selten kommen Betroffene erst dann in psychiatrische Behandlung, wenn die langfristige Belastung nicht mehr kompensiert werden kann.
Wie sich ADHS im Alltag zeigen kann
ADHS äußert sich individuell sehr unterschiedlich. Häufig berichten Betroffene über:
- Schwierigkeiten, Aufmerksamkeit über längere Zeit zu halten
- rasche Ablenkbarkeit
- Probleme mit Planung, Organisation und Zeitmanagement
- innere Unruhe oder Getriebenheit
- impulsive Entscheidungen oder emotionale Überreaktionen
- starke Leistungsschwankungen
- Erschöpfung durch anhaltende Selbstregulation
Wenn ADHS lange unbemerkt bleibt
Viele Erwachsene mit ADHS haben ihr Leben über Jahre hinweg durch hohen Energieeinsatz, Anpassungsleistung und Selbstkontrolle bewältigt – ohne zu wissen, dass sie dabei deutlich mehr Kraft aufwenden als andere.
Typisch ist:
- ständiges „Gegensteuern“, um organisiert zu bleiben
- hohe innere Anspannung trotz äußerem Funktionieren
- wechselnde Leistungsfähigkeit
- das Gefühl, sich ständig anstrengen zu müssen, um mitzuhalten
Diese dauerhafte Kompensation kann auf Dauer zu Erschöpfung, Selbstzweifeln und psychischen Folgeerkrankungen führen.
ADHS-Burnout
Der Begriff ADHS-Burnout beschreibt einen Zustand ausgeprägter Erschöpfung, der entsteht, wenn Menschen mit ADHS über lange Zeit versuchen, ihre Schwierigkeiten durch Willenskraft, Perfektionismus oder Überanpassung auszugleichen.
In dieser Phase treten häufig auf:
- starke Erschöpfung
- depressive Symptome
- Ängste
- Rückzug oder Überforderung
- Verlust des bisherigen Funktionsniveaus
Das Erkennen eines möglichen ADHS-Hintergrunds kann in solchen Situationen entlastend und richtungsweisend sein.
Psychiatrische Abklärung
Die psychiatrische Abklärung von ADHS umfasst:
- ausführliche Anamnese (inkl. Kindheit und bisherigem Lebensverlauf)
- Erfassung aktueller Symptome und Belastungen
- Abgrenzung zu anderen psychischen Erkrankungen
- Einordnung möglicher Begleiterkrankungen
Ziel ist eine fundierte, nachvollziehbare Diagnose, die Orientierung gibt und weitere Schritte ermöglicht.
Leistungs- und psychologische Diagnostik
Ergänzend kann eine psychologische Leistungsdiagnostik sinnvoll sein, insbesondere zur:
- Einschätzung von Aufmerksamkeit, Konzentration und Arbeitsgedächtnis
- Differenzierung zwischen ADHS, Erschöpfung, Depression oder Angst
- Erfassung individueller Stärken und Belastungsbereiche
Diese Diagnostik bietet eine objektive Grundlage für therapeutische Entscheidungen und kann entlastend wirken.
Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten
Die medikamentöse Behandlung ist eine wirksame und gut etablierte Option in der ADHS-Therapie – aber kein Automatismus.
Je nach individueller Situation können eingesetzt werden:
- Stimulanzien
- nicht-stimulierende Medikamente
Die Auswahl erfolgt gemeinsam und berücksichtigt:
- Symptomprofil
- Begleiterkrankungen
- Verträglichkeit
- berufliche und private Lebenssituation
Medikamente können helfen, Aufmerksamkeit, Impulssteuerung und innere Regulation zu verbessern, ersetzen jedoch keine begleitenden Strategien.
Begleitung über Medikamente hinaus
Zur ADHS-Behandlung gehören häufig auch:
- psychoedukative Gespräche
- Unterstützung bei Struktur, Planung und Alltag
- Einordnung beruflicher und sozialer Anforderungen
- Zusammenarbeit mit Psychotherapie und Ernährungsberatung, wenn sinnvoll
Ziel ist es, tragfähige Rahmenbedingungen zu schaffen, die zur eigenen Funktionsweise passen.
Unser Ansatz
Unser Ziel ist es, ADHS verständlich zu erklären, sekundäre Belastungen einzuordnen und gemeinsam einen realistischen, entlastenden Umgang damit zu entwickeln.
ADHS ist keine Schwäche – sondern eine neurobiologische Besonderheit, die Anerkennung, Verständnis und passende Unterstützung braucht.
Transitionspsychiatrie (Adoleszenz & Übergang)
Psychiatrische Begleitung in der Adoleszenz und im Übergang ins Erwachsenenleben
Die Adoleszenz ist eine Phase tiefgreifender körperlicher, emotionaler und sozialer Veränderungen. Zwischen etwa 14 und 25 Jahren entwickeln sich Identität, Selbstbild und Zukunftsperspektiven – oft begleitet von Unsicherheit, inneren Spannungen und steigenden Anforderungen.
Die Transitionspsychiatrie widmet sich dieser sensiblen Übergangszeit zwischen Jugend- und Erwachsenenalter. Sie berücksichtigt, dass psychische Symptome in dieser Phase häufig noch nicht eindeutig ausgeformt sind und sich Entwicklungskrisen und beginnende Erkrankungen überlappen können.
Typische Anlässe / Fragestellungen
Jugendliche und junge Erwachsene kommen zu uns unter anderem bei:
- anhaltenden Stimmungsschwankungen oder Rückzug
- Impulsivität oder starken inneren Spannungen
- Konflikten mit Eltern oder Bezugspersonen
- Schwierigkeiten in Schule, Ausbildung oder Studium
- Überforderung beim Berufseinstieg
- Problemen in Freundschaften oder Partnerschaften
- Identitätsfragen und Unsicherheit über den eigenen Lebensweg
- Verdacht auf beginnende psychische Erkrankungen
Oft stellt sich die Frage: Handelt es sich um eine vorübergehende Entwicklungskrise – oder um eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung?
Unser Ansatz
Im Mittelpunkt steht eine sorgfältige psychiatrische Abklärung, die Symptome immer im Entwicklungszusammenhang betrachtet.
Wesentliche Aspekte sind:
- Einordnung von Symptomen im Kontext der Altersphase
- Abgrenzung zwischen adoleszenter Krise und behandlungsbedürftiger Störung
- behutsame Beurteilung bei fraglichen Persönlichkeitsentwicklungen – ohne vorschnelle Zuschreibungen
- Berücksichtigung familiärer, schulischer, beruflicher und sozialer Belastungen
Ziel ist es, Orientierung zu geben, Überforderung zu reduzieren und Entwicklung zu stabilisieren – nicht zu pathologisieren.
Die Behandlung kann je nach Bedarf umfassen:
- psychiatrische Verlaufsgespräche
- medikamentöse Therapie, wenn erforderlich
- Einbindung psychotherapeutischer Begleitung
- ergänzende psychologische Diagnostik
Für wen besonders geeignet
- Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr
- junge Erwachsene in Übergangsphasen
- Familien, die Unsicherheit im Umgang mit psychischen Veränderungen erleben
- Personen mit ersten psychischen Symptomen im jungen Erwachsenenalter
Spezielle Therapieverfahren
Esketamin-Therapie (Spravato)
Die Esketamin-Therapie (Spravato®) ist eine zugelassene Behandlungsoption für Menschen mit schweren depressiven Erkrankungen, bei denen herkömmliche Antidepressiva nicht ausreichend wirksam waren.
Sie ist keine Erstbehandlung und ersetzt keine laufende antidepressive Basistherapie, sondern wird additiv eingesetzt.
Prim. Priv-Doz. Dr. Beate Schrank, MSc, PhD (Psychiatrie)
Dr. Andreas Müller (Psychiatrie)
Voraussetzungen
Eine Esketamin-Therapie kommt in Betracht, wenn:
- eine therapieresistente Depression vorliegt
- mindestens zwei Antidepressiva ohne ausreichenden Erfolg eingesetzt wurden
- eine psychiatrische Abklärung und kontinuierliche Begleitbehandlung möglich sind
Die Eignung für die Therapie wird im Rahmen einer psychiatrischen Abklärung individuell beurteilt.
Einstieg in die Esketamin-Therapie
Der Einstieg kann auf zwei Wegen erfolgen:
1. Abklärung und Therapiebeginn über unsere Ordination
Zu Beginn erfolgt eine umfassende psychiatrische Beurteilung und Aufklärung bei uns. Die Esketamin-Therapie wird dabei immer zusätzlich zu einem bestehenden Antidepressivum geplant.
2. Übernahme zur ambulanten Weiterbehandlung
Wir übernehmen auch Patient:innen, die bereits von anderen Psychiater:innen aufgeklärt wurden und bei denen die Induktionsphase ambulant im Krankenhaus durchgeführt wurde.
Voraussetzung dafür ist ein psychiatrisches Erstgespräch bei uns, um die bisherige Behandlung, Wirksamkeit und weitere Planung gemeinsam zu besprechen.
Ablauf der Esketamin-Therapie
Induktionsphase im Krankenhaus (ambulant)
Die sogenannte Induktionsphase erfolgt ambulant in einem Krankenhaussetting:
- Anwendung zweimal pro Woche über vier Wochen
- medizinische Überwachung bei jeder Gabe (Dauer ca 90min)
- bei Bedarf unterstützen wir bei der Organisation und Koordination
Das Erkennen eines möglichen ADHS-Hintergrunds kann in solchen Situationen entlastend und richtungsweisend sein.
Weiterführende ambulante Behandlung bei uns
Bei ausreichender Wirksamkeit wird die Therapie anschließend ambulant in unserer Ordination fortgeführt:
- in der Regel einmal pro Woche (Dauer ca 90min)
- weiterhin als Add-on zu einem Antidepressivum
- mit regelmäßiger psychiatrischer Verlaufskontrolle
Dosis- und Intervallanpassung
Nach einigen Monaten kann – bei stabiler Wirkung – eine schrittweise Reduktion der Dosis oder der Behandlungsintervalle erfolgen.
Diese Anpassungen erfolgen individuell und in enger Abstimmung mit den Patient:innen.
Einordnung
Esketamin kann bei ausgewählten Patient:innen zu einer rascheren Linderung depressiver Symptome führen. Die Wirkung ist individuell unterschiedlich und erfordert eine realistische Erwartungshaltung sowie eine kontinuierliche psychiatrische Begleitung.
Die Therapie ist Teil eines klar strukturierten psychiatrischen Gesamtkonzepts, mit laufender Evaluation von Nutzen, Nebenwirkungen und Belastbarkeit.
Ketamin-Infusionstherapie
Psychiatrische Behandlungsoption bei schweren depressiven Verläufen
Die Ketamin-Infusionstherapie ist eine mögliche psychiatrische Behandlungsoption bei schweren depressiven Erkrankungen, insbesondere dann, wenn herkömmliche Therapien nicht ausreichend wirksam waren oder nicht vertragen wurden.
Sie stellt keine Erstbehandlung dar und ersetzt keine laufende psychiatrische Betreuung, sondern wird als ergänzende Therapie in einem klar strukturierten Gesamtkonzept eingesetzt.
Prim. Priv-Doz. Dr. Beate Schrank, MSc, PhD (Psychiatrie)
Dr. Andreas Müller (Psychiatrie)
Für wen kommt eine Ketamin-Infusionstherapie infrage?
Eine Ketamin-Infusionstherapie kann in Erwägung gezogen werden bei:
- schweren depressiven Episoden
- unzureichendem Ansprechen auf mehrere klassische Antidepressiva
- fehlender Eignung oder Nicht-Verfügbarkeit einer Esketamin-Therapie
- Situationen, in denen eine raschere symptomatische Entlastung notwendig erscheint
Ob diese Therapieform geeignet ist, wird im Rahmen einer sorgfältigen psychiatrischen Abklärung individuell entschieden.
Abklärung und Vorbereitung
Vor Beginn der Ketamin-Infusionstherapie erfolgt bei uns ein psychiatrisches Erstgespräch, in dem:
- bisherige Behandlungsverläufe besprochen werden
- mögliche Nutzen und Risiken abgewogen werden
- Kontraindikationen geprüft werden
- realistische Erwartungen geklärt werden
Die Ketamin-Infusion erfolgt nicht isoliert, sondern immer eingebettet in eine laufende psychiatrische Behandlung, meist zusätzlich zu einer bestehenden antidepressiven Basistherapie.
Ablauf der Ketamin-Infusionstherapie
Die Behandlung erfolgt als intravenöse Infusion unter medizinischer Aufsicht.
Typischerweise umfasst die Therapie:
- die Durchführung der Infusion in kontrollierter Umgebung
- medizinische Überwachung während und nach der Infusion
- zeitlich begrenzte Behandlungszyklen
- regelmäßige psychiatrische Verlaufskontrollen
Die genaue Anzahl und Frequenz der Infusionen wird individuell festgelegt und im Verlauf angepasst.
Wirkung, Grenzen und Einordnung
Bei einem Teil der Patient:innen kann Ketamin zu einer vorübergehenden Linderung depressiver Symptome führen. Die Wirkung ist individuell unterschiedlich und meist zeitlich begrenzt.
Die Ketamin-Infusionstherapie ist kein Ersatz für eine langfristige psychiatrische Behandlung, sondern kann – bei geeigneter Indikation – ein Behandlungsfenster eröffnen, in dem weitere therapeutische Schritte besser greifen.
Nebenwirkungen sind möglich und werden im Vorfeld ausführlich besprochen.
Unser Ansatz
Unser Anspruch ist eine verantwortungsvolle, zurückhaltende Anwendung der Ketamin-Infusionstherapie.
Im Mittelpunkt stehen:
- sorgfältige Indikationsstellung
- transparente Aufklärung
- gemeinsame Entscheidungsfindung
- kontinuierliche psychiatrische Begleitung
Abgrenzung zu Esketamin (Spravato®)
Die Ketamin-Infusionstherapie unterscheidet sich deutlich von der Esketamin-Therapie.
Unterschiede im Überblick
| Merkmal | Esketamin (Spravato®) | Ketamin-Infusionstherapie |
|---|---|---|
| Substanz | Esketamin | Ketamin |
| Zulassungsstatus | zugelassen | Off-Label |
| Verabreichung | Nasenspray | intravenöse Infusion |
| Voraussetzung | mind. 2 erfolglose Antidepressiva | schwere Depression, individuelle Prüfung |
| Behandlungsstart | Induktionsphase im Krankenhaus | Abklärung & Durchführung ambulant |
| Induktionsphase | 2×/Woche für 4 Wochen | individuell festgelegt |
| Weiterbehandlung | ambulant in der Ordination | zeitlich begrenzte Zyklen |
| Basistherapie | immer zusätzliches Antidepressivum | meist zusätzliches Antidepressivum |
| Langfristige Anwendung | möglich mit Intervallreduktion | meist zeitlich begrenzt |
| Ziel | anhaltende Stabilisierung | kurzfristige symptomatische Entlastung |
Gutachterliche Leistungen
Feststellung der Fahrtauglichkeit
Medizinisch-psychiatrische Beurteilung der Fahreignung
Die Fahrtauglichkeitsprüfung dient der medizinischen und psychiatrischen Einschätzung, ob eine Person körperlich und psychisch in der Lage ist, ein Kraftfahrzeug sicher zu lenken.
Im Ordinationszentrum Wilhelminenberg führen wir Fahrtauglichkeitsprüfungen sorgfältig, strukturiert und wertungsfrei durch.
Wann wird eine Fahrtauglichkeitsprüfung angeordnet?
Eine Fahrtauglichkeitsprüfung wird häufig von Behörden angeordnet, etwa durch:
- das Verkehrsamt
- den Amtsarzt / die Amtsärztin
- andere zuständige Stellen
Sie kann außerdem sinnvoll sein bei bestimmten medizinischen oder psychiatrischen Erkrankungen, nach längerer Erkrankung oder Therapie oder bei Unsicherheit über die eigene Fahreignung.
Was wird bei der Fahrtauglichkeitsprüfung beurteilt?
Die Beurteilung erfolgt gemäß den geltenden rechtlichen Vorgaben und umfasst – je nach Fragestellung – unter anderem:
- medizinische und psychiatrische Anamnese
- Einschätzung von Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit und Belastbarkeit
- Beurteilung psychischer Stabilität
- Bewertung möglicher Auswirkungen von Erkrankungen oder Medikamenten auf die Fahrtauglichkeit
Falls erforderlich, werden ergänzende Untersuchungen empfohlen oder weitere Fachrichtungen einbezogen.
Ablauf und Stellungnahme
Nach der Untersuchung erstellen wir eine schriftliche medizinisch-psychiatrische Stellungnahme, die rasch und unkompliziert zur Verfügung gestellt wird.
Diese kann bei Bedarf direkt für die Vorlage bei Behörden verwendet werden.
Wichtiger Hinweis
Die Fahrtauglichkeitsprüfung ist keine Therapie, sondern eine medizinisch-psychiatrische Beurteilung.
Das Ergebnis richtet sich nach den erhobenen Befunden und den rechtlichen Vorgaben.
Schwindel – wenn das Gleichgewichtssystem gestört ist
Schwindel zählt zu den häufigsten Beschwerden und kann für Betroffene sehr belastend sein. Viele beschreiben ein Gefühl von Kontrollverlust, Unsicherheit
Reiseapotheke – gut vorbereitet unterwegs
Eine Reiseapotheke gibt Sicherheit – egal ob im Urlaub, auf Dienstreise oder beim Wochenendausflug. Was sinnvoll ist, hängt stark davon
Sonne genießen – aber richtig schützen
Positive Effekte von Sonne Sonnenlicht ist wichtig für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Es beeinflusst den Körper auf mehreren Ebenen:
UNSER Angebot
für
Patient:innen
Unsere Betreuung orientiert sich an den unterschiedlichen Lebensphasen und Herausforderungen, mit denen Menschen zu uns kommen. Dabei haben wir vier zentrale Bereiche definiert, in denen wir unsere medizinischen und therapeutischen Angebote bündeln.